Stolcze Rute war ein dänischer Adliger. Während des Krieges zwischen Mecklenburg und Dänemark hatten er und seine Partner - darunter sein Bruder Michel Rute - ein Schiff voll von Gütern von einem Kaufmann namens Volquin Vorsthuuse weggenommen. Swarte Schonighe war wahrscheinlich der Auftraggeber der Dänen.
Leben
Namensvarianten: Stolte Rud?
Lebensdaten: 1393-1394 aktenkundig. 1395 und 1398 waren seine Brüder Michel Rute und Jens Rute beide Mitglieder des dänischen Reichsrats, Stolcze aber nicht[1]. Er war vielleicht früher gestorben.
Herkunft: Dänemark.
Tätigkeitsgebiet: Kattegat.
Verwandtschaft: Brüder: Michel Rute, Jens Rute.
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: 1393 klagten die preußischen Städte an die Dänen: 1380, während des Krieges zwischen Mecklenburg und Dänemark, hatten Stolcze Rute und seine Partner - darunter Herr Günther und Stolczes Bruder Michel Rute - eine Kogge voll von Gütern von einem Kaufmann namens Volquin Vorsthuuse weggenommen. Es passierte am Nacht in Öresund/Kattegat. Sie hatten die Güter danach nach Varberg auf der schwedischen Westküste gebracht, wo die Königin Margarethe von Dänemark selbst zu dieser Zeit anwesend war[2]. Hier wurden die Güter zwischen den Dänen verteilt. Die Königin nahm selbst den größten Teil der Gewänder[3]. Der Wert der Güter war 40.312 Nobelen. 1394 wurde es wieder um diese Sache verhandelt. Diesmal erwarteten die preußischen Städte aber, dass Swarte Schonighe das Geld bezahlte[4]. Er war also wahrscheinlich der Auftraggeber der Dänen.
Status: Adliger
Fahrgemeinschaften: Herr Günther, Michel Rute.
Auftraggeber: Swarte Schonighe, Margarethe von Dänemark?
Angaben zu Schiff und Besatzung:
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
Im Hansischen Urkundenbuch wird ein Mann namens "Stolte" oder "Schiffer Stolte" genannt. Dieser Schiffer war mit großem Sicherheit nicht Stolcze Rute. Im Jahr 1441 nahmen niederländische Täter ein Schiff vom preußischen Schiffer Mathis Kviacke. Das Schiff hatte früher zu vorgenannten "Schiffer Stolte" gehört, und ein Achtel der genommenen Güter gehörte auch zu ihm[5].
Quellen
Die folgenden Quellensammlungen wurden durchgesucht ohne weiteres zu finden:
- HR 1.1.-2.3.
- DD 3.1-4.7.
- MUB Bd. 14-25.
- HUB Bd. 3-7.
- Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch 1.2.-1.9.
- Sattler, Karl: Handelsrechnungen des Deutschen Ordens (1887).
- Preußisches Urkundenbuch Bd. 5-6.
- Jenks, Stuart: Das Danziger Pfundzollbuch von 1409 und 1411 (2012).
- Stieda, Wilhelm: Realer Zollbücher und -Quittungen des 14. Jahrhunderts (1887).
Literatur
Einzelnachweise
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MUB Bd. 22, Nr. 12739 & DD 4.6, Nr. 627
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HR 1.4., Nr. 154 § 4. Hier ist vom Jahr 1386 die Rede, während in HR I.4, 185 §8, wo derselbe Fall behandelt wird, 1380 genannt wird. Im Diplomatarium Danicum ist das Jahr 1386 zu 1380 bereinigt: DD IV.5, 50 §4 (entspricht HR I.4, 154 §4).
↑
HR 1.4., Nr. 185 § 8 & DD 4.5., Nr. 138
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HR 1.4., Nr. 236 IV § 2
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Hansisches Urkundenbuch Bd. 7: 640,1 & 767,4
