Viktor von Bovendamme war ein Flämischer Händler in der Zeit von zumindest 1403 - 1422.
Leben
Lebensdaten: keine weiteren Daten bekannt
Herkunft: Flandern
Tätigkeitsgebiet: unbekannt; zumindest zwischen Lissabon und Flandern
Verwandtschaft: unbekannt
Tätigkeiten
Viktor von Bovendamme wurde 1403 Opfer einer Güterwegnahme. Laut Hanseakten gerieten die Danziger Thiedemann Dordewandt, Thidemann Unrouwe und Eggert Schoeff, die Güter des Händler transportierend, auf der Fahrt von Lissabon mit englischen Schiffen in ein Seegefecht. Nachdem die Preussen eine von den Engländern verlangte Auskunft verweigerten, sollen sie nach englischen Angaben deren Schiffe angegriffen haben, wobei sie jedoch unterlegen seien. Daraufhin wurden die Schiffe und Güter – Salz und andere Waren – nach Calais gebracht. Die Güter gehörten hierbei hauptsächlich hansischen, preussischen Kaufleuten aber auch - wie in diesem Falle - Flämingern.[1]
Im Jahr 1422 wendet sich Viktor von Bovendamme über die Hansevertretung in Brügge an den Hochmeister des Deutschen Ordens Michael Küchmeister. Er behauptet, erfahren zu haben, dass sich der Englische Hof für die Schiffs- und Güterwegnahme mit seinem Vorgänger Konrad von Jungingen geeinigt und Entschädigungszahlungen entgegen genommen habe[2]. Die Antwort Danzigs folgt prompt. Es wird eingestanden, dass Zahlungen für Geschädigte aus Preussen oder Livland geflossen seien, jedoch betont, dass keine Entschädigungen für Fläminger oder andere Betroffene erstritten worden wären[3].
Sonstiges
Weiterhin wurde in folgenden Quellen gesucht, aber nichts gefunden:
HR 1.6.
HUB IV.
Quellen
HR I.7.
HUB V.
Literatur
Einzelnachweise
↑
HR 1.7, 458; HUB 5, 578.
↑
HR 1.7, 458.
↑
HR 1.7, 459f.
