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Peter Rosenow war ein Wismarer Gewaltakeur, der im frühen 15. Jahrhundert in den Quellen in Verbindung mit Übergriffen auf Lübsche und Danziger Schiffe im Ostseeraum erwähnt wird. 1427 geriet er in Danziger Gefangenschaft.
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## Leben
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Namensvarianten: Peter Rosenowen, Peter Rozenow
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Lebensdaten: Aktenkundig 1427/1428, ein weiterere Male 1432 und 1434
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Herkunft: War wohl Wismarer Bürger. Wird in der Danziger Klage von 1432 eindeutig als Bürger Wismars aufgeführt[1]
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Tätigkeitsgebiet: Hauptsächlich baltischer Ostseeraum
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Verwandtschaft: Unbekannt
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## Tätigkeiten
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Aktivitäten als Gewaltakteur:
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- Nach dem Zeugnis Danzigs vom 9. August 1435, wurden am 14. Oktober 1427 von einer Lübschen Salzflotte, die mit Danzig und anderen Städten handelte[2], zwei Schniggen mit 26 Mann Besatzung in der Weichsel und der See davor aufgebracht.[3] Dem Danziger Stadtrat zufolge beabsichtigten die zwei Schniggen mit 26 Mann Besatzung und einem Kraier eines der Schiffe der Lübecker anzugreifen.[4] Offenbar scheiterte dieser Angriff und die Mannschaften der zwei Schniggen wurde gefangen genommen und nach Danzig gebracht.[5] Nach Aussage der Mannschaft wurden sie von [[Hinrich Napp]], einem Wismarer Bürger, ausgerüstet.[6] Es handelte sich bei den Angreifern um Auslieger aus Wismar und Rostock.[7] Unter den Gefangenen aus Wismar befand sich auch [[Peter Rosenow]].[8]
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- Am 30. April 1428 bittet Wismar die Stadt Danzig um die Freilassung der Gefangenen mitsamt ihrer Güter und Schiffe und gelobt Danzig in Zukunft Schutz vor den genannten Gefangenen. Außerdem ist Wismar damit einverstanden, wenn die Gefangenen Urfehde schwören.[9] Tatsächlich erfolgte die Freilassung der Gefangenen Auslieger, aufgrund der Bemühungen Wismars und Rostocks schon 1428.[10]
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- Der Schiffer [[Antonius Paulssen]] lag 1428, vermutlich nach dem 30. April, mit zwei Schiffen im Danziger Hafen, mit denen er anscheinend vorhatte Richtung Lübeck zu segeln. Aufgrund des Krieges zwischen den Herzögen von Holstein und einigen Hansestädten gegen König Erik von Dänemark, warb er Söldner als Begleitschutz an, die sich zumindest zum Teil aus den in Danzig gefangenen Ausliegern rekrutierten. Diese Söldner gehörten zu den Herzögen von Holstein und den Städten Lübeck, Hamburg, Wismar, Rostock und Lüneburg. Allerdings wurde er auf See von ebendiesen Söldnern überwältigt und seiner Waren beraubt. Als Hauptleute der Söldner wurden [[Hans Knuste]], [[Claus Graubart]] und [[Peter Rosenow]] genannt. Der Bericht wurde am 19. November 1434 von [[Michel Tussenfelder]], dem Hauskomtur zu Danzig, bezeugt.[11]
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- Für den 21 Mai 1432 ist eine Beschwerde der Stadt Danzig an Wismar datiert. Es ging dabei um Danziger Schiffe, die auf dem Rückweg von Reval von Wismarer Ausliegern ausgeraubt worden seien. Dabei weist Danzig ausdrücklich auf die Freilassung 1428 von [[Hans Byendorpp]], [[Claus Graubart]], [[Matthias Steker]], [[Bernd Leverdes]], [[Jacob More]], [[Tile Dannenberch]], [[Hans Westvael]], [[Bartolomeus Byel]], [[Peter Upael]], [[Herman Reyneke]], [[Peter Rosenow]], [[Yurien Louwenborch]], [[Thideke Peltzere]] und [[Hans Knuste]] hin. Ebendiese Bürger seien es nun, die, entgegen aller Versprechen der Stadt Wismar von 1428, weiterhin dem Handel Danzigs schaden würden.[12]
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Status: Teil der Mannschaft einer Schnigge[13]
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Fahrgemeinschaften:[[Hans Knuste]][14]
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Auftraggeber:[[Hinrich Napp]][15] (Ausrüster der Schnigge)
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Geschädigte: [[Antonius Paulssen]][16]
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Angaben zu Schiff und Besatzung:
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- Bei den Schiffen des Überfalls 1427 handelte es sich wohl um zwei Schniggen mit 26 Mann Besatzung aus Wismar und Rostock, sowie einem Kraier.[17] Eine halbe Schnigge gehörte [[Hinrich Napp]][18] (Oder eine von den zwei; in einem solchen Fall würde es sich wohl um die Schnigge mit den Wismarern handeln) [[Peter Rosenow]] befand sich vermutlich auf der Wismarer Schnigge.
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Sonstige Tätigkeiten:
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## Dokumentation der Recherche
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Ohne Ergebnis gesucht in:
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- Kunze, Karl: Hansisches Urkundenbuch, Band V., Leipzig 1899.
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## Sonstiges
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## Quellen
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- Koppmann, Karl: Hanserecesse Abt. 1, Band 8, Leipzig 1897.
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- Kunze, Karl: Hansisches Urkundenbuch Band VI., Leipzig 1905.
54
- Rundstedt, Hans-Gerd: Hansisches Urkundenbuch Band 7,1, Weimar 1939.
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## Literatur
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## Einzelnachweise
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1.
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HUB Bd. 6 Nr.1019 + HUB Bd. 7,1 Nr. 121
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2.
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HUB Bd. 7,1 Nr. 121
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3.
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HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 301
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4.
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HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 301
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5.
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HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 397
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6.
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HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 301
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7.
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HUB Bd. 7,1 Nr. 121
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8.
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94
Für eine ausführliche Liste der Wismarer und Rostocker Gefangenen vgl. HUB Bd. 7,1 Nr. 121 + HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 397
95
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9.
97
98
HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 397a
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10.
101
102
Vgl. HUB Bd. 7,1 Nr. 121 + HUB Bd. 6 Nr.1019
103
104
11.
105
106
HUB Bd. 7,1 Nr. 67
107
108
12.
109
110
HUB Bd. 6 Nr.1019
111
112
13.
113
114
HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 301
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116
14.
117
118
HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 402
119
120
15.
121
122
HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 402
123
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16.
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126
HUB Bd. 7,1 Nr. 67
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17.
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HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 301
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18.
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134
HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 402 §3
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