Olaf Björnsson war ein dänischer Ritter, Mitglied des dänischen Reichsrates und Hauptmann zu Gurre [1].
Leben
Namenvarianten: Olav Björnsson, Olav Burnsen, Oleve Bornsson, Olaf Byornsson, Olaf Børnsson, Olaf Bernersson, Oluf Bjørnsen, Olauus Biørnsson, Olauus Byursonne, Olauus Byørnson, Olauus Byornssun, Olauus Byørnsun, Olauus Byørnssun, Oleff Biørnssøn, Olave Bornssen, Olef Bornsonne, Olaf Bornsonne, Olaf Byørnsson, Olves Bornsone
Lebensdaten: Taucht in den Quellen das erste mal 1364 auf und 1382 das letzte mal. [2].
Herkunft: Aus Dänemark.
Tätigkeitsgebiet: Hauptmann der Burg Gurre in der Nähe Kopenhagens sowie dänischer Reichsrat [3].
Verwandtschaft: Unbekannt
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur: In einer Quelle, die wahrscheinlich aus dem Jahr 1378 stammt, klagt Björnsson den Schiffer Jacob Knarreken an, ihm widerrechtlich einen Knecht vor seinem Haus erschlagen zu haben. Des Weiteren klagt er 13 Preußen (Everd van Telgite, Johann Grote, Bertholt van Grimme, Kerstian Knut, Klaus Gussore, Herman Stoting, Arnold Duker, Heyno Keweyde, Egbert Heket, Peter Wylhelmsson, Johan Bodeker, Tideric Vischer, Johan Rede) an, ihm vorher genommene englische Geiseln im Wert von 410 Nobeln entwendet zu haben. Dabei hätten die Preußen einen Knecht Björnssons erschlagen, ihm zwei Pferde erschossen sowie sechs weitere Knechte verwundet [4]. Auf diese Klage reagierte die Stadt Elbing, indem sie antwortete, dass die Beschuldigten zurzeit nicht im Lande seien, man sie aber bei Rückkehr mit den Vorwürfen konfrontieren werde und die Sache auf der nächsten Versammlung der Hansestädte beraten werde [5]. Über den weiteren Verlauf der Klage lässt sich in den Quellen keine Information finden.
Status: Unbekannt
Fahrgemeinschaften: Unbekannt
Auftraggeber: Unbekannt
Angaben zu Schiff und Besatzung: Unbekannt
Sonstige Tätigkeiten: Björnsson war neben Bertram Wulflam, Jakob Pleskow und Henning Putbusk Teil des Schiedsgerichtes, welches sich mit der Klage der Brüder Nikolaus von dem Hagen und Thomas van dem Hagen beschäftigte [6]. Die Brüder von dem Hagen warfen den preußischen Städten die widerrechtliche Enthauptung ihres Bruders Vredebert van dem Hagen vor [7]. Dasselbe Schiedsgericht befasste sich dem Fall eines gewissen Langhelow dem eine widerrechtliche Tötung vorgeworfen wurde. Ob dieser Fall in Zusammenhang mit dem der Brüder von dem Hagen steht, lässt sich aus unseren Quellen nicht rekonstruieren [8]. Des Weiteren war Björnsson Testamentsvollstrecker des Testaments von König Waldemar Atterdag [9]. Auch bei Friedensverhandlungen im Waldemarkrieg, die zum Waffenstillstand von 1364 führten, war Björnsson auf dänischer Seite involviert [10].
Sonstiges
Björnsson taucht in den Quellen häufig als Mitbesiegler von Dokumenten auf, so besiegelte er etwa als Mitglied des dänischen Reichsrates den Frieden von Stralsund mit [11]. Die Häufigkeit dieser Mitbesiegelungen lässt darauf schließen, dass er eine relativ gewichtige Rolle in der dänischen Politik gespielt hat. So war unter anderem bei der Einnahme Kopenhagens durch die Hansestädte 1368 anwesend und gab den Hansestädten Auskunft über die Güter, welche sich im Schloss befanden [12] Des Weiteren werden in einigen Quellen Güter an ihn verpfändet [13].
Quellen
HR. I, I, 277, 328, 329, 334, 336, 337, 513-516, 526.
HR. I, II, 105 §3, 134-136, 141 §5, 142-142, 174 §§ 10-11, 175, 176, 190 §6, 220 §24.
HR. I, III, 23, 96-98, 108, 109, 147, 149. HUB 4, 261. Dipl. Danicum 3, 7, 116, 117, 118, 121, 122-124, 129, 189, 216, 227, 361.
Dipl. Danicum 3, 8, 35, 180, 369-373, 453, 461.
Dipl. Danicum 3, 9, 305, 525, 527.
Dipl. Danicum 4, 1, 32, 40, 60, 67, 68, 87, 92, 94-95, 133, 194, 199, 224, 257, 266, 270, 281, 299, 363, 376, 393-394, 415-417, 421-422, 495, 501, 508, 530, 546, 548.
Dipl. Danicum 4, 2, 64, 205, 218, 228, 240, 327.
MUB XIV, 8775.
MUB XV, 9275.
MUB XVI, 9992.
In folgenden Quelleneditionen wurde gesucht, aber nichts gefunden: HUB 3 und 5
HR. I, IV-VIII.
Dipl. Danicum 4,3.
MUB XIII, XVIII, XIX, XX, XXI, XXII.
Preußisches Urkundenbuch 5.
Calendar of Patent Rolls.
Literatur
Einzelnachweise
↑
HR. I, I, 334, 336-337; HR. I, II, 142.
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HR. I, I, 336 bzw. HR. I, III, 149.
↑
HR. I, I, 334, 336-337; HR. I, II, 142.
↑
HR. I, II, 175 § 10, 175.
↑
HR. I, II, 176.
↑
HR. I; II, 176; HR. I, III, 109.
↑
HR. I, III, 109.
↑
HR. I, II, 141 §5, 142; HR. I, II, 98.
↑
Dipl. Danicum 4, 1, 376, 393, 394.
↑
HR. I, I, 334, 336-337.
↑
HR. I, I, 277, 328, 329, 334, 336, 337,513-516 (vgl. auch Dipl. Danicum 3,8, 369-372), 526; HR. I, II, 134-136; HR. I, III, 23; Dipl. Danicum 3, 7, 216, 227, 361; Dipl. Danicum, 3, 8, 35, 461; Dipl. Danicum 4, 1, 40, 87, 133, 194, 257, 266, 501, 530, 546.
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HUB 4, 261
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Dipl. Danicum 4, 2, 327; Dipl. Danicum 3, 9, 32, 363.