Nikolaus van dem Hagen soll gemeinsam mit seinem Bruder Thomas van dem Hagen preußische Schiffe auf der Ostsee geplündert haben, nachdem der Bruder Vredebern van dem Hagen unrechtmäßigerweise in einer preußischen Stadt enthauptet wurde. Aktenkundig ist vor allem der Bruder Thomas van dem Hagen, der die private Fehde erst einstellt, als ihm 80 Gulden angeboten werden. Danach taucht keiner der Brüder in Quellen auf. Zudem kann nicht eindeutig gesagt werden, ob die Brüder in der Zeit von 1377-1383 immer gemeinsam gehandelt haben, da Nikolaus van dem Hagen nie allein in Quellen auftaucht.
Leben
Namensvarianten: Nikolaus van dem Hagen, Nikolaus von dem Hagen
Lebensdaten: taucht von 1377-1383 in Quellen auf.
Herkunft: möglicherweise Dänemark
Tätigkeitsgebiet: Ostsee, Fehde gegen Stadt Elbing in Preußen (heutiges Polen)
Verwandtschaft: Vredebern van dem Hagen, Thomas van dem Hagen (Brüder)
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur: plünderte gemeinsam mit Bruder Thomas van dem Hagen preußische Schiffe auf der Ostsee, um die nach ihm unrechtmäßige Enthauptung des Bruders zu rächen.
Status: unbekannt
Fahrgemeinschaften: Thomas van dem Hagen
Auftraggeber: aus den Quellen geht hervor, dass Nikolaus van dem Hagen in Eigeninitiative und gemeinsam mit Bruder Thomas van dem Hagen gehandelt hat.
Geschädigte: Stadt Elbing und weitere preußische Städte
Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt
Sonstige Tätigkeiten: unbekannt
Dokumentation der Recherche
Ohne Ergebnis gesucht in:
HUB II;
HUB III;
HUB IV;
HR I,IV.
Sonstiges
Im Juni 1378 tauchen die Brüder Nikolaus van dem Hagen und Thomas van dem Hagen das erste Mal in einer Quelle auf. Sie beklagen sich bei den Rathsstandeboten der Städte Lübeck, Stralsund und Kampen darüber, dass ihnen in der Angelegenheit um den Bruder Vredebern van dem Hagen, der unrechtmäßigerweise geköpft worden sei, kein Recht widerfahren sei, obwohl Schiedsrichter eingesetzt wurden. Die Schiedsrichter waren Olaf Björnsson, Henningh von Pudbusk und Johan Volmersten.[1]
In einer weiteren Quelle kann gelesen werden, dass der Vogt der preußischen Städte (im Beisein mit den übrigen Vögten), Nikolaus und Thomas van dem Hagen dazu bewegen soll, dass sie ihre Fehde gegen die Stadt Elbing beenden und bei den ausgewählten Schiedsrichtern bleiben mögen. Die Tatsache, dass der Schiedsrichter Johan Volmersten verstorben ist, scheint die Brüder in Aufruhr versetzt zu haben, sodass sie wohl andere Schiedsrichter haben wollten. Außerdem wird von Beschuldigten der Sache gesprochen, die jedoch nicht in der Quelle namentlich auftreten. Es wird nur erwähnt, dass die Beschuldigten auswärts seien und nach ihrer Heimkehr verhört würden.[2]
Quellen
HR I, 2 Nr. 248,4; Nr. 176
HR I, 3 Nr. 109
HUB I, 2: Nr. 170,3; Nr. 174, 11; 176; 190,6; 220,24; 248,5; 254,12.
Literatur
Einzelnachweise
↑
HR I,3,109
↑
HR I,2,176
