Claus Makenhagen war ein Bürger von Dorpat, dem [[Johann von Hoya]] Güter abgenommen hatte. Der Rat der Stadt Dorpat bat im Jahr 1365 darum, dass diese Waren zurück gegeben werden. [1] Weiterhin war ein Klaus Makenhagen ein pommerscher Kaufmann und Untertan des [[Herzoges Bogislaw VIII. von Pommern-Stolp]]. Er überbrachte im Jahr 1391 einen Brief im Auftrag des Deutschen Ordens an die englischen Kaufleute in Danzig und wurde dort von diesen gefangen genommen.[2] ## Leben Namensvarianten: Claus Makenhagen, Claus Machenhagen, Clais Machenhagen (wobei dies vermutlich ein Tippfehler ist) Vermutlich identisch mit [[Nicholas Makenhaugh]]. Lebensdaten: Zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts Herkunft: Vermutlich im Deutschordensland, er ist Bürger der Stadt Dorpat Tätigkeitsgebiet: Livland, Ostsee Verwandtschaft: unbekannt ## Tätigkeiten Der Rat der Stadt Dorpat bat im Jahr 1365 den Rat der Stadt Lübeck, den [[Grafen Johann von Hoya]] zu benachrichtigen, dass Waren, welche jener in Beschlag genommen hatte, Bürgern der Stadt Dorpat gehören. Die Waren befinden sich zu jenem Zeitpunkt in Nienburg in der Grafschaft Hoya. Unter den zahlreichen Bürgern der Stadt Dorpat die benannt werden, ist auch Claus Makenhagen. [3] Ein Klaus Makenhagen überbrachte im Jahr 1391 einen Brief im Auftrag des Deutschen Ordens an die englischen Kaufleute in Danzig. In diesem Brief von Herzog Bogislaw VIII. von Pommern-Stolp an [[Herzog Heinrich von Lancaster]] ging es um Verhandlungen über die Wiedererlangung herzöglicher Güter von dem Zwin Überfall 1385. Makenhagen wurde von englischen Rittern in Gefangenschaft genommen. Der Herzog von Lancaster bezeichnet ihn in einem Brief als "Seeräuber" und legitimiert so sein Handeln. Allerdings sei Makenhagen laut dem Hochmeister [[Konrad von Wallenrode]] vom Herzog von Pommern-Stolp zu ihm gekommen und dann im Geleit des Ordens weiter nach Danzig gereist. Makenhagen fordert von Konrad von Wallenrode, den Engländern diesbezüglich Urfehde zu schwören und betreffend der weggenommenen Güter sich der Entscheidung des Rats von Danzig zu unterwerfen.[4] Status: Fahrgemeinschaften: Auftraggeber: Herzog Bogislaw VIII. von Pommern-Stolp und Hochmeister Konrad von Wallenrode Geschädigte: Wurde selbst vor 1365 geschädigt Angaben zu Schiff und Besatzung: Sonstige Tätigkeiten: Kaufmann ## Dokumentation der Recherche Die folgenden Quellensammlungen wurden durchgesucht ohne weiteres zu finden: - Hanserecesse, Band 1-2 und 4-8 - Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch, 1.1-1.5 und 1.7-1.10 - Ostfriesisches Urkundenbuch, 1-3 - Schuldbücher und Rechnungen der Großschäffer und Lieger des Deutschen Ordens in Preußen, 1-3 ## Sonstiges Der Name Claus Machenhagen taucht in den Hanserecessen, Band 3, Artikel 341, § 3 auf. Dabei geht es um Klagen des deutschen Kaufmanns gegen die Normannen im Jahr 1387. ## Quellen - HUB IV, 1046ff. - Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch, 1.6., Nr. 2882 ## Literatur Regesten zu den Briefregistern des Deutschen Ordens: die Ordensfolianten 2a, 2aa und Zusatzmaterial: Mit einem Nachdruck von Kurt Lukas: Das Registerwesen der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, maschinenschriftl. Phil. Diss. Königsberg 1921, Sebastian Kubon (Hrsg), Göttingen 2012. Höhn: Kaufleute in Konflikt, 2021, S. 304f. --- ## Einzelnachweise 1. ↑ Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch, 1.6., Nr. 2882 2. ↑ HUB IV, 1046ff. 3. ↑ Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch, 1.6., Nr. 2882 4. ↑ Regesten zu den Briefregistern des Deutschen Ordens: die Ordensfolianten 2a, 2aa und Zusatzmaterial: Mit einem Nachdruck von Kurt Lukas: Das Registerwesen der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, maschinenschriftl. Phil. Diss. Königsberg 1921, Sebastian Kubon (Hrsg), Göttingen 2012. ---
