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aliases:
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- John Brandon
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Johannes Brandoun griff auf Seiten Englands in einen Konflikt zwischen Stralsund und England ein. Er wird mehrmals als Auftraggeber genannt.
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## Leben
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Namensvarianten: John Brandoun, Johannes Branthun [1], Johannis Brandon [2], Johannis Brantun [3], John Brandon, Johanne Brandon [4], Brandon aus Lynn[5].
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Lebensdaten: 1370 - 1424
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Herkunft: England, Lynn
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Tätigkeitsgebiet: Nordsee
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Verwandtschaft: Robert Brandon (Sohn)[6]
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## Tätigkeiten
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Aktivitäten als Fehdehelfer:
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- Ihm werden zwischen 1391 und 1404 mehrere Angriffe auf Schiffe von Stralsundern zugerechnet bzw. wird er für diese Angriffe haftbar gemacht.
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26
- Die Angriffe waren die Reaktion auf eine Festnahme englischer Güter der Stadt Stralsund - in den Jahren 1398 und 1399 schaffte es Brandoun, durch legale Festnahmen einen Großteil seines Verlustes wieder gutzumachen.
27
- 1398 erhält John Brandon, Knappe, einen Kaperbrief des [[Albrecht von Bayern|Grafen Albrecht von Holland]] gegen dessen Feinde in Ostfriesland.[7]
28
29
- In einem Klageartikeln aus Stralsund werden Johannes Branthun mehrere Vergehen vorgeworfen. Die Vorfälle beziehen sich alle auf das Jahr 1396, am Tag der Feier von Christi Geburt. Dort soll der Angeklagte das Schiff von [[Paulus Stenvelt]], welches im Hafen von Lynn lag, ausgeraubt haben. Die Beute belief sich auf: 5 Lasten Fischsoße und 400 Lasten Holz die aus dem Besitz von [[Hinrico Quekel]]; 4 Lasten minus 2 Krüge Fischsoße aus dem Besitz von [[Johannes de Haren]]; 3 Lasten Fischsoße aus dem Besitz von [[Hermanno Kemeringhe]]; 2 Lasten Fischsoße aus dem Besitz von [[Hinrico Halsterbergh]] und schließlich 2 Lasten aus dem Besitz von [[Lambertus Poleman]]. [8]
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31
- Im Jahr 1400 wird Johannes Brandoun vorgeworfen, im Hafen von London ein Schiff des Kapitäns [[Petro Franke]] in Besitz von [[Nicholao Voghen]], [[Arnoldo Poleman]] und [[Limberto Poleman]] aus Stralsund beschlagnahmt zu haben. [9] Dies wird als Beginn der hanseatischen Schiffverluste in diesem Konflikt gesehen.
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33
- In einem späteren Artikel in den Hanseakten aus England wird dies teilweise gerechtfertigt, da Johannes Brandoun um 1391 selbst zum Opfer wurde und sich so seinen Verlust ausgeglichen hat, angeblich mit Legitimation des Königs Richard II. von England. [10]
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35
- Ende Mai 1400 wurden die Kaperbriefe des John Brandoun und anderer Kaufleute aus Lynn erneuert, gleichzeitig sollte er von 2 weiteren Schiffen (zu seinen vieren) verstärkt werden.
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37
- John Brandon soll zusammen mit [[William Terry]] und [[William Prince]] zu dem Kommando der nördlichen Flotte Englands gehöhrt haben, mit der Aufgabe eine Seeblockade vor den schottischen Häfen zu errichten[11], um die Versorgung Schottlands mit Rohstoffen und Lebensmitteln zu unterbinden.
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39
- Im Jahre 1401 und 1402 soll die nordliche Flotte des Königs unter dem Kommando von John Brandon, [[William Terry]] und [[William Prince]] zahlreiche Schiffe, die auf dem Weg nach Schottland befanden, beschlagnahmt haben - mit der Begründung, die Schiffe seien mit Vorräten für Schottland beladen worden.[12]
40
- Im Klageartikel der Preußen vom Jahre 1405 werden die "Leute des Brandon" angeklagt das Schiff von [[Henrici Henricson]] aus "Herderwyk" (vermutlich Harderwijk in den Niederlanden) im Wert von 68 nobl. gekapert zu haben.[13]
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Status: unbekannt
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Fahrgemeinschaften: unbekannt
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Auftraggeber: unbekannt
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Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt
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Sonstige Tätigkeiten: unbekannt
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## Sonstiges
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54
- Im Jahr 1388 ist ein Johanne Brandon aus York (_"Eboracum"_) in einer Liste von Kaufleuten überliefert, die gegenüber dem englischen Hof Schädigungen ihrer Güter in Preußen beklagt hatten.[14]
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56
- In einer Antwort der Engländer auf die 20 alten und 16 neuen Klageartikel der Preußen, taucht John Brandon unter dem Namen Brandone de Lenna auf: _"Ad vicesimumseptimum articulum, in quo conqueritur pro Henrico Henrykson, apud Hagam est appunctatum, quod recepta informacione per arabassiatores Anglie a Brandone de Lenna, qui sunt illi, qui hujusmodi bona receperunt, fiet conquerenti justa, congrua et racionabilis satisfactio in termino pro aliis dampa passis hic per utriusque partis commissarios limitando, quia alias in Prucia hujusmodi articulus fuit approbatus."_[15]
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60
Nachgeprüft in:
61
62
Francke, Otto (Hg.): Das Verfestungsbuch der Stadt Stralsund, Halle 1875 (Hansische Geschichtsquellen, Bd. 1)
63
64
Hakluyt, Richard: The Principal Navigations, Voyages, Traffics and Discoveries of the English Nation (...) (1599), Bd. 1, London/Toronto 1927.
65
66
Kunze, Karl (Hg.): Hanseakten aus England, 1275-1412, Halle 1891 (Hansische Geschichtsquellen, Bd. 6).
67
68
Koppmann, Karl (Bearb.): Hanserecesse. Die Recesse und andere Akten der Hansetage, hrsg. durch d. Histor. Commission bei d. Koenigl. Acad. d. Wiss., 1870-1897. Bde. I.4 und II.1
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70
## Quellen
71
72
HUB V, Nr. 621(1404) (ausgewertet) HR 1.5, 440 §27
73
74
Kunze, Karl (Hrsg.), Hanseakten aus England: 1275-1412, Hildesheim u.a. 2005, 154. Artikel: 345,6,7. S. 281, Anm. 5, 346,3. 347,21. (ausgewertet)
75
76
## Literatur
77
78
C. J. Ford: Piracy or Policy (1979), S. 63-78
79
80
Pitcaithly 2011, S. 64.
81
82
Höhn: Kaufleute in Konflikt, 2021, S. 300-303.
83
84
Woodger, L. S. (1993). Brandon, John (d.c. 1414), of Bishop’s Lynn, Norf. In: J. S. Roskell u. a. (Hrsg.). The History of Parliament: the House of Commons 1386–1421. Bd. II. Stround; einsehbar unter [https://www.historyofparliamentonline.org/volume/1386-1421/member/brandon-robert] .
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## Einzelnachweise
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1.
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Kunze Nr. 345,6
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2.
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96
Kunze Nr. 346,3
97
98
3.
99
100
Kunze Nr. 347,21
101
102
4.
103
104
HR I.3, Nr. 404, S. 405/406
105
106
5.
107
108
HR 1.5, 440 §27
109
110
6.
111
112
[https://www.geni.com/people/JOHN-Brandon/6000000007933365238] ↵↵[https://ancestors.familysearch.org/en/LJ29-YDG/john-brandon-1370-1424] ↵↵[https://thevalleyfamily.org/getperson.php?personID=I17558562090]
113
114
7.
115
116
Schwartzenberg, Groot Placaat en Charterboek, 1768, Bd. 1, S. 269; Verwijs, De oorlogen, 1869, S. LXV.
117
118
8.
119
120
Kunze Nr. 345,6
121
122
9.
123
124
Kunze Nr. 345,7
125
126
10.
127
128
Kunze Nr. 346, 3
129
130
11.
131
132
C. J. Ford: Piracy or Policy (1979), S. 66
133
134
12.
135
136
C. J. Ford: Piracy or Policy (1979), S. 72-73
137
138
13.
139
140
Kunze Nr. 319, 7.
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14.
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HR I.3, Nr. 404, S. 405/406
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15.
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148
HR 1.5, 440 §27
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