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tags:
  - Niederländer
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## Heyne van Schauwen

Heyne van Schauwen, Scauwen, Schouwen ist ein wahrscheinlich niederländischer, von der heutigen Insel Schouven-Duiveland stammender, Freibeuterhauptmann, der um 1430 in England und im Dienst der wendischen Städte, des Deutschen Ordens auftaucht

## Leben

Namensvarianten:

- Vorname: Heyne van, Heinrich van

- Nachname: Schauwen, Scauwen, Schouwen

Lebensdaten: zuerst 1428, zuletzt 1433

Herkunft: vermutlich die Insel Shouven-Duiveland

Tätigkeitsgebiet: Ostseeraum

Verwandtschaft: [[Hinrick van Scouwen]] es könnte sich aber auch um eine Namensvariation seiner selbst handeln.

## Tätigkeiten

Aktivitäten als Gewaltakteur:

- Am 21. Februar und am 8. April 1428 wird Heyne van Schouwen erstmals als einer der auf der Elbe erwarteten Hauptleute genannt.[1]

- Eine Klage vor der Stadt Gent von 1435 belegt, dass Heyne van Schouwen gemeinsam mit [[Bartholomäus Voet]] im März 1428 einen Schiffer bei Norwegen überfiel.[2]

- Im Mai 1430 befindet sich van Schouwen unter den Hauptleuten die von der Stadt Reval aufbrachen um den skandinavischen Osthandel zu stören.[3]

- Im August 1432 wir sein Name in einer Beglaubigung des Wismarer Rats bezüglich ausstehender Soldforderungen an den Hamburger Rat genannt, welche wahrscheinlich mit der Eroberung Flensburg im Sommer 1431 in Zusammenhang standen.[4]

- Im März 1433 erhielt Heyne van Schouwen gemeinsam mit [[Klaus Klockener]] und anderen das Geleit des Ordenshochmeisters, zwei Monate später stand er, wiederum gemeinsam mit Klockener, in den Diensten des Deutschen Ordens.[5]

- Am 27. Juni 1433 taucht Van Schouwen in einer Mitteilung des Wismarer an den Lübecker Rat auf, wobei er zusammen mit [[Arnd Bekelin]] als einer der Hauptleute einer gegen Holstein auszusendenden Freibeuter Flotte genannt wird. Dies ist gleichzeitig auch das letzte mal das Van Schouwen in einer amtlichen Quelle auftaucht.[6]

Status: Söldner, Schiffer und Wismarer Auslieger, Hauptmann unter Oberbefehl des [[Bartholomäus Voet]]

Fahrgemeinschaften: [[Marquard Stortebeker]], [[Arnd Bekelin]], [[Bartholomäus Voet]], [[Klaus Klockener]]

Auftraggeber: Wismar, Deutscher Orden

Geschädigte:

Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt

Sonstige Tätigkeiten: "Am 5. Mai 1433 stellt der Danziger Hauskomtur Walther Kirksdorf ein Empfehlungsschreiben aus, welches an die _"ehrbaren und umsichtigen Bartholomäus Voet, Klockener, Heyne van Schouwen, [[Arnd Bekelin]], Grote Gerd, Danyl, Hans Duser und Heydenrich“ gerichtet war und Anweisungen des Hochmeisters für "unsere besonders lieben Freunde_" enthielt."[7]

## Dokumentation der Recherche

Ohne Ergebnis gesucht in:

- HR I, 1-7
- HR II, 2-4, 6
- HR III
- HUB 1-5, 8-11

## Sonstiges

" [...] es wäre denkbar, daß Heyne van Schouwen im Jahr 1425 mit dem Heer des Herzogs von Gloucester 1425 nach England gelangt war, nachdem dieser erfolglos versucht hatte, die Ansprüche seiner Gattin Jakobäa in Holland und Seeland militärisch durchzusetzen. Möglicherweise hatte er seine „Lehrjahre“ zuvor unter denjenigen Vitalienbrüdern verbracht, die 1422 durch die Lübecker und Hamburger aus Dokkum und Esumersiel vertrieben worden waren, nachdem Graf Johann von Holland sie dort zusammengezogen hatte, um die Partei der Schieringer in den innerfriesischen Fehden gegen die Vetkoper zu unterstützen.“[8]

## Quellen

- HUB 6
- HUB 7
- LivUB 8
- HR II, 1
- LUB 7

## Literatur

Nicolai Clarus: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit, Hamburg 2015, S. 164 f.

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## Einzelnachweise

1. ↑
    
    HUB 6, Nr. 712 und 728
    
2. ↑
    
    HUB 7,1 Nr. 84. Die Angelegenheit wurde bis 1448 verhandelt, siehe hierzu HR II,3 Nr. 345 § 15 sowie HR II,7 Nr. 505 § 17
    
3. ↑
    
    LivUB 8, Nr. 221-223; HR I,8 Nr. 758-760
    
4. ↑
    
    HR II, 1 Nr. 134
    
5. ↑
    
    LUB 7, Nr. 527; HUB 6, Nr. 1067, LUB 7, Nr. 535
    
6. ↑
    
    LUB 7, Nr. 537; HR 2,7, Nr. 429
    
7. ↑
    
    LUB 7, Nr. 535., Nicolai Clarus: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit, S. 930
    
8. ↑
    
    Nicolai Clarus: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit, S. 171
    

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