Der Hamburger Englandfahrer und Ratsherr Hermann Lange wird als einer der Kommandeure bei der Bekämpfung der "Vitalienbrüder" in Ostfriesland und vor Helgoland im Jahr 1400 genannt. Die Rufus-Chronik setzt ihn außerdem in den Kontext des Johan Stortebeker-Mythos und dessen vermeintliche Enthauptung.
Leben
Namensvarianten: Hermann Lange
Lebensdaten: Der Name Hermann Lange taucht im virtuellen preußischen Urkundenbuch am 14. August 1341 und in den Hanserecessen in Einträgen zu einer Versammlung zu Lübeck am 10. November 1427 auf. Für den relevanten Zeitraum um 1400 ist der Name auch in den Hamburger Kämmereirechnungen in einer Fahrgemeinschaft mit Nikolaus Schoke bzw. Klaus Schoke genannt.
Herkunft: Vermutlich in der Nähe von Königsberg oder Hamburg.
Tätigkeitsgebiet: Ratsherr von Hamburg
Verwandtschaft:
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer:
Status:
Fahrgemeinschaften: Nikolaus Schoke bzw. Klaus Schoke (zusammen als "Englandfahrer" bezeichnet)
Auftraggeber: unbekannt
Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
Im virtuellen Preußischen Urkundenbuch wird erwähnt, dass ein Träger des Namens Hermann Lange am 14. August 1341 in Königsberg vom Hochmeister Dietrich von Altenberg sechs Hufen und sechs Morgen Wiesenland verliehen bekommen hat. Dietrich von Altenberg hat außerdem an Johannes Oseler, an dessen sechs Söhne und acht weitere Personen, in der Nähe des Hauses Angerburg im Hain Lewin am Fluß Worape, je sechs Hufen zu kulmischem Recht, sowie je eine Hufe Wiesenland an der Angerapp und eine Fischerberechtigung zu Tisches Notdurft gegen die Verpflichtung zu Kriegs- und Burgdienst, verliehen.
Der Ratsherr Hermann Lange wird außerdem in Verbindung mit Nikolaus Schoken bzw. Klaus Schoke, zusammen werden sie als "Englandfahrer" bezeichnet, auch in den Kontext von Johan Stortebeker gesetzt.[1] Ein weiterer Träger des Namens und Ratskaplan wird außerdem als Teilnehmer einer Versammlung zu Lübeck erwähnt. Dieser ist jedoch wahrscheinlich nicht mit dem Ratsherr gleichzusetzen.
In folgenden Quellen wurde gesucht, aber nichts gefunden:
Staatsarchiv der Freien- und Hansestadt Hamburg(Hrsg.): Hamburgisches Urkundenbuch. Hamburg : Voss[u.a.], 1907ff.
Norsk historisk kjeldeskrift-institutt: Diplomatarium Norvegicum. Band 1-22. Oslo 1840-1972.
Quellen
Historische Kommission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Chroniken der niedersächsischen Städte: Lübeck. Band 3 (Band 28 der Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis 16. Jahrhundert, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften). Leipzig 1902.
Koppmann, Karl (Hrsg.): Kämmereirechnungen der Stadt Hamburg. 1401-1470 (Band 2 der Kämmereirechnungen der Stadt Hamburg, herausgegeben vom Verein für Hamburgische Geschichte). Hamburg 1873.
Philippi, Rudolf u.a. (Hrsg.): Preußisches Urkundenbuch. Bd. 1-6. Königsberg 1882-2000.
Verein für hansische Geschichte (Hrsg.): Hanserecesse. Abt. 1, Bd. 8. Die Recesse und andere Akten der Hansetage: 1256 – 1430. Leipzig: Duncker & Humblot, 1870ff.
Literatur
Einzelnachweise
↑
Historische Kommission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Chroniken der niedersächsischen Städte: Lübeck. Band 3 (Band 28 der Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis 16. Jahrhundert, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften). Leipzig 1902, S.25f.
