Hennynk Crabbe war ein Knappe, der in den 90er Jahren des 14. Jahrhunderts im Auftrag Johann von Mecklenburg als Fehdehelfer tätig war. Möglicherweise war er ein Hauptmann der Vitalienbrüder.[1]
Leben
Namensvarianten: Johann, Krabbe
Lebensdaten: erwähnt 1394-97
Herkunft: weit verbreitetes dänisches Adelsgeschlecht
Tätigkeitsgebiet: Nord- und Ostseeraum
Verwandtschaft: Im Diplomatarium Danicum werden zahlreiche Mitglieder dieses Geschlechts genannt, jedoch kein Henning oder Johann.
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer:
- In einer Meldung des Johann Stoltevoit an den Rat zu Reval vom 3. März 1394 wird u.a. dieser Name in einer Aufzählung genannt. Er war an der Wegnahme mehrerer livländischer Schiffe beteiligt.[2]Geschädigt wurden insbesondere Jacob Dubbelssone und Jacob Johanneszone.
- Am 3. Juli 1397 meldet Albert Russe an die preussischen Städte, dass 42 Schiffe von Gothland mit 1200 Bewaffneten nach Stockholm gekommen sein. Einer der Hauptleute der Schiffe war Crabbe, ein anderer Otto von Peccatel. Sie begehrten Einlass und die Lieferung von Lebensmitteln. Der Rat von Stockholm lehnte dies ab.[3]
Status: möglicherweise Hauptmann
Fahrgemeinschaften:
- Otto von Peccatel (siehe der Artikel zu Albrecht von Peccatel)
- Clawus Mylges, Arnd Stuke, Knut Bernevur, Hinrik van der Lu, Deytliff, Henneke Scharbouwe, Prybe, Luder Ransouwe, Henneke vanme Zee, Bertholt vanme Zee, Hinrik Tydemans, Hennynk Norman, Wyttekop, Clawis Zwarte, Crekauwe, Rode Kremer, Hans Meygendorp, Ketelhoid, Clawis Tymne, Beydenstorp, schipper Wedige, Degenert, Hennynk, Volmer Wrede, Schonenberg
Auftraggeber: Johann von Mecklenburg
Angaben zu Schiff und Besatzung: /
Sonstige Tätigkeiten: /
Sonstiges
Cordsen nennt einen Crabbe der 1350 lebte.[4]
Das Schoß-Register der Stadt Rostock nennt 1382 einen Johannes Crabbe.[5]
Ein Crabbe aus Zierkesee bezeugt am 2. September 1389 die Klage des Schiffers Claus Scheel. [6]
Dieser Name ist nicht zu finden in:
Hanserecesse I,2; I,3; I,5; I,6; I,7; I,8; II,1
HUB I, II, III, V
DD 4.2; 4.3; 4.4, 4.5
Liv.-, Est.- und Curländisches UB I,2; I,3; I,4
Schlesw.-Holst. Reg. und Urk. VI
LUB IV, V
MUB XIX, XXI
Quellen
HR I,8 960 (MUB XXII 12584)
möglicherweise in: HR I,4 410
möglicherweise in: HUB IV, 979
möglicherweise in: MUB XX 11741
Literatur
Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder. Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit, Frankfurt am Main/New York ²1994.
Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907, S. 38.
Einzelnachweise
↑
Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907, S. 38.
↑
Vgl. HR I,8 Nr. 960.
↑
HR I,4 410
↑
Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907, S. 38
↑
Vgl. MUB XX 11741
↑
HUB IV, 979
