Heinrich Krosse hat sich von König Hakon von Norwegen die Erlaubnis eingeholt sich durch Kaperei an den Preussen schadlos zu halten. Dies wird dem Bürgermeister von Danzig, Johannes Walrave in einem Brief von Heinrich von Wenden am 16. Dezember 1376 mitgeteilt.[1]
Leben
Namensvarianten: Crosse
Lebensdaten: unbekannt
Herkunft: unbekannt
Tätigkeitsgebiet: Ostseeraum, Danzig, Stralsund
Verwandtschaft: Hans Krosse (Bruder)
Aktenkundig: 1376
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: /
Status: /
Fahrgemeinschaften: /
Auftraggeber: König Hakon von Norwegen
Angaben zu Schiff und Besatzung: /
Sonstige Tätigkeiten: /
Sonstiges
Im Hansischen Urkundenbuch geht aus einer Fußnote, die sich auf Dokumente des Danziger Stadtarchivs bezieht, hervor, dass sich Heinrich Krosse beim Hochmeister des Deutschen Orden am 30. September 1376 darüber beschwert hat, dass sein Bruder Hans Krosse in Danzig als Seeräuber festgesetzt worden ist und nur gegen eine Kaution von 200 preussischen Mark freigelassen worden ist. Die Festsetzung erfolgte auf Bestreben der Gebrüder Brand, die ihrerseits bereits wegen Betruges an Hans Krosse verurteilt worden waren. Er fordert einen einjährigen Geleitbrief für sich und seinen Bruder, der nach Stralsund in das Haus von Hinric Kind gesendet werden soll. Sollte er den Geleitbrief nicht erhalten, droht er Danzig Repressalien an.[2]
Am 28. September des gleichen Jahres protestiert er ebenfalls in Danzig gegen die Beschlagnahmung seines Hauses und Gutes.[3]
Heinrich von Wenden setzt nicht nur Johannes Walrave in Kenntnis, sondern rät ebenfalls an den König und den deutschen Kaufmann in Opslo zu schreiben.
Der Name Krosse erscheint außer an dieser Stelle an keiner anderen in den Hansischen Urkundebüchern und den Hanserezessen.
Quellen
HUB IV Nr. 574
Literatur
Einzelnachweise
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HUB IV Nr. 574: "Deme loveleken herren, her Walraven, deme borgemestere tho Danscke,↵witlik sy also umme Crossen, [...], vort- mer Crosse de is getogen an den konningh van Norwegen, [...], unde heft eyndregen mit deme konninghe, dat he willen heft to rovende uppe de van Prûssen, unde heft geclaget, gy hebben ome unrechte dan. ..."
↑
HUB IV Nr. 574: "In einem Schreiben an den Hochmeister von Sept. 30 aus Stralsund beklagt sieh Heinr. Krosse, dass sein Bruder Hans auf Anstiften der Gebrüder Brand, die ihn um sein Geld betrogen hatten und deswegen verurteilt waren, als Seeräuber [in Danzig] gefangen gesetzt und nur gegen eine Kaution von 200 M. preuss. freigelassen ist, und ersucht für sich und den Bruder behufs ihrer Veranticortung um einen einjährigen Geleitsbrief, xu senden nach Stralsund (in Hinric Kindes hus in der Hilghegbeystes strate), widrigenfalls er Repressalien gegen Danzig androht."
↑
HUB IV Nr. 574: "Derselbe protestiert Sept. 28 bei Danzig gegen die Beschlagnahme seines Hauses und Gutes. StA Danzig, 2 Or."