Heinrich Barnekow entstammte einer mecklenburgischen Kriegsunternehmerfamilie. In der Tradition seiner Vorfahren betrieb er verschiedentlich Krieg zu Lande. Der Fehdeführung zur See machte er sich hingegen nicht schuldig, verfügte aber
(https://prosopographie.fandom.com/de/wiki/Datei:Barnekow.jpg)
Darstellung des Wappens der Familie Barnekow im Bellenville Armorial, S. 34r (Ende 14. Jh.)
über Kontakte zu Seeräubern.
Leben
Namensvarianten:
Lebensdaten: 1358/81.
Herkunft: Mecklenburgisches Adelsgeschlecht niederdeutschen Ursprungs, das sich im 13. Jahrhundert nach dem gleichnamigen Dorf bei Wismar benannte.
Tätigkeitsgebiet: Mecklenburg, Schweden, Dänemark.
Verwandtschaft: Sohn des mecklenburgischen Kriegsunternehmers und herzoglichen Rats Ritter Raven Barnekow (1333/78).
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: Keine eigenen Aktivitäten zur See. Heinrich Barnekow trat nur als Bürge für die des Seeraubs beschuldigten Detlev Knut, Ludeke Scinkel und Eler Ranczowe auf. [1]
Status: Knappe.
Fahrgemeinschaften: Keine.
Auftraggeber: Keine.
Angaben zu Schiff und Besatzung:Keine.
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
1358 wurde Heinrich Barnekow erstmals in Mecklenburg erwähnt. [2]
Er nahm noch im selben Jahr an der Eroberung der Grafschaft Schwerin durch Mecklenburg teil. [3]
Die Barnekows unterstützten als Kriegsunternehmer Herzog Albrecht III. von Mecklenburg bei der Gewinnung der schwedischen Königskrone, wofür sie umfangreichen Lehns- und Pfandbesitz in Schweden erhielten. Einen Teil desselben verkaufte Heinrich Barnekow 1370. [4]
Über weitere umfangreiche Lehn- und Pfandgüter verfügte die Familien in Mecklenburg. Aus diesem Grund erschien Heinrich Barnekow im Jahr 1374 mehrfach bei den Herren von Werle. [5]
Im Jahr 1375 wurde Heinrich Barnekow von Stralsund verfestet wegen Straßenraubs in der dänischen Provinz Blekinge. [6] Dieser Straßenraub dürfte Teil der Kriegsführung zwischen Mecklenburg und Dänemark gewesen sein. Im Folgejahr lagerte Heinrich Barnekow zusammen mit dem mecklenburgischen Heer vor Kopenhagen. [7]
Nachdem Bischof Friedrich Bülow von Schwerin 1375 verstorben war, sahen die mecklenburgischen Herzöge dessen Lehen für heimgefallen an und gestatteten Heinrich Barnekow, einen Teil derselben für seine ausstehenden Kriegskosten zu besetzen. Das Schweriner Domkapitel klagte 1381 vergeblich dagegen. [8]
Heinrich Barnekow verkaufte nach seines Vaters Tod sämtliche mecklenburgischen Besitzungen und konzentrierte sich ganz auf den schwedischen Besitz der Familie. [9]
Zuletzt erscheint Heinrich Barnekow im Jahr 1381 als Bürge für einige des Seeraubs beschuldigte Männer.
Quellen
Diplomatarium Danicum (DD)
Diplomatarium Svecanum (DS)
Hanserezesse (HR)
Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB)
Literatur
Einzelnachweise
↑
DD 4/2/165.
↑
MUB 8489.
↑
MUB 8509.
↑
MUB 10077.
↑
MUB 10541; 10542; 10561.
↑
DS 8692.
↑
MUB 10927A+B.
↑
MUB 11325.
↑
MUB 11227; 12234.
