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Die Person Cogghendorp ist eine rätselhafte Erscheinung bei einem Überfall der Gebrüder [[Thoem Rudde]] und [[Joen Rudde]] auf ein hansisches Schiff. Die Frage besteht darin, ob es sich hierbei um eine Person handelt, die durch den Diebstahl begünstigt wurde oder diesen in Auftrag gegeben hat und mit dem Ort in Verbindung steht, der "Norwelle" genannt wird.[1] In jedem Fall wurde hier jemand mit Diebesgut in Form von 10 Kisten Bier "beschenkt".[2]
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## Leben
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Namensvarianten: unbekannt
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Lebensdaten: keine weiteren Daten bekannt, abgesehen vom Jahr 1404
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Herkunft: unbekannt
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Tätigkeitsgebiet:
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Nord- und Ostsee oder fester Sitz als Auftragsgeber oder Begünstigter
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Verwandtschaft:
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Möglicherweise verwandt mit [[Thoem Rudde]] und [[Joen Rudde]]
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## Tätigkeiten
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Aktivitäten als Fehdehelfer:
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Rätselhaftes Subjekt. Offenbar haben die Brüder [[Thoem Rudde]] und [[Joen Rudde]] "Cogghendorp" mit 10 "Kisten" Bier beschenkt, das wohl aus dem Inventar des überfallenen Schiffes stammt. Es ist gut möglich, dass es sich hierbei um einen Auftraggeber handeln könnte, falls Cogghendorp der dritte Bruder in der Familie Rudde ist.[3][4]
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Status: Möglicherweise Auftraggeber oder Empfänger eines "Geschenks".
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Fahrgemeinschaften: unbekannt
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Auftraggeber: Möglicherweise Cogghendorp selbst.
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Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt
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Sonstige Tätigkeiten: unbekannt
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## Sonstiges
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Die Tat steht in Verbindung mit weiteren Überfällen im ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, die möglicherweise im Auftrag des englischen Königs initiiert wurden.[5] Das Problem besteht in der Bezeichnung "Norwelle". Es ist wahrscheinlich, dass es sich hierbei um einen Ort handelt. Andererseits ist "Norwelle" ebenfalls ein Vorname im englischen Sprachgebrauch.
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Weiterhin wurde in folgenden Quellen gesucht, aber nichts gefunden:
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Calendar of Close Rolls Bd.6, 1399-1413 (Henry IV.)
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Höhlbaum, Konstantin, Kunze, Karl, Hansisches Urkundenbuch, Halle 1876-1916, Bd.5, Bd.6
46
47
Jörn, Nils, “With money and bloode”. Der Londoner Stalhof im Spannungsfeld der englisch-hansischen Beziehungen im 15. und 16. Jahrhundert, Köln 2000
48
49
Koppmann, Karl , Hanserecesse. Die Recesse und andere Akten der Hansetage, hrsg. durch d. Histor. Commission bei d. Koenigl. Acad. d. Wiss., 1870-1897, Abt. 1, Bd.4, Bd.5, Bd.6, Bd.7, Abt.2, Bd.1, Bd.2
50
51
Lloyd, Terrence H., England and the German Hanse, 1157-1611, Cambridge 1991
52
53
Prange, Wolfgang, Schleswig-Holsteinische Regesten und Urkunden / in Verbindung mit der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Landesarchiv, Hamburg 1994, Bd. 13
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55
O´Sullivan, Carolin, Die Ahndung von Rechtsbrüchen der Seeleute im mittelalterlichen hamburgischen und hansischen Seerecht. 1301-1482, Frankfurt am Main 2005
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Stein, Walter, Die Hanse und England. Ein hansisch-englischer Seekrieg im 15. Jahrhundert, Leipzig 1905
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## Quellen
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Kunze, Karl, Hanseakten aus England 1275-1412, in: Verein für hansische Geschichte (Hrsg.), Hansische Geschichtsquellen, Halle 1891, S. 329-332 u 337-341
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## Literatur
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65
Dollinger, Phillipe, Die Hanse, 5. Aufl., Stuttgart 1998
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67
Hammel-Kiesow, Rolf, Die Hanse, 4. Aufl., München 2008
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69
Kirby, J.L., Sir William Stumry`s Embassy to Germany in 1405-6. An Episode in Anglo-Hanseatic relations
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Puhle, Matthias, Die Vitalienbrüder. Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit, Frankfurt am Main 1994
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## Einzelnachweise
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Kunze, Nr. 337,4
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2.
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Kunze, Nr. 337,4
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3.
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Quilibet eorum ducebat unam bardizam, et ducebant navem prescriptam in Norwell, ubi bona infrascripta in navi existentia diviserunt; et hospiti dictorum fratrum in Norwelle, qui nominabatur Cogghendorp, date sunt 10 laste cervisiarum in sortem suam.
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4.
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Kunze, Nr. 337,4
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5.
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Kirby, J.L., Sir William Stumry`s Embassy to Germany in 1405-6. An Episode in Anglo-Hanseatic relations, S. 42ff.