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[[Breide Rantzowe]] zählt zu den Helfern der Wegnahme von [[Clawes Selandesvarer]] im Jahr 1421.
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## Leben
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Namensvarianten: Breyde Rantzow, Breyde Rantzau, Rantsouw, Rantzsouw, Rantzsouwe  
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Lebensdaten: um 1421.
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Herkunft: Adel in Holstein [1]  
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Tätigkeitsgebiet: Ratsmitglied [2] [3]
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Verwandtschaft: Vater von [[Hinrick Rantzsouwe]] [4] 
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## Tätigkeiten
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Aktivitäten als Gewaltakteur:
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[[Breide Rantzowe]] gehört gemeinsam mit [[Marquard van Sicgem]], den [[Brüdern van Aneulde]] und  [[Gerd van Kotelberge]] zu den Personen, die die 1421 die Wegnahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff unterstützen.[5]
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Das Schiff von [[Clawes Selandesvarer]] war aus der Trave gesegelt und transportierte stralsundische, lübische und greifswaldische Waren. Aus diesem Grund kontaktierten Stralsund und Greifswald im Zusammenhang mit dem Vorfall die Stadt Lübeck. Lübeck sollte eine Nachricht an die "Holstenherren" senden, um zwischen den Parteien zu vermitteln und die Rückgabe der entwendeten Güter zu erwirken.[6]
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Status: Auftraggeber, Adel  
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Fahrgemeinschaften:
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Auftraggeber: Bei der Übernahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff gilt [[Breide Rantzowe]] selbst als Auftraggeber. [7]
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Geschädigte: [[Clawes Selandesvarer]]
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Angaben zu Schiff und Besatzung: Die Schnigge, mit welcher die Schiffnahme verübt wurde, gehört [[Michel Hollander.]] [8]
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Sonstige Tätigkeiten:
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Ein gewisser [[Breyde Rantzow]] wird 1440 im Zusammenhang der Verhandlungen zu Kolding als Ratsmitglied des Königs genannt.[9] Diese Verhandlung findet in Kolping zwischen König Christoph von Dänemark und den Städten Lübeck, Hamburg, Wismar und Lüneburg statt.[10]
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In einem Schreiben von 1456 schreibt [[Breyde Rantzau]] dem Rat von Lübeck, dass es den Bewohnern von Fehmarn aufgrund der schlechten Wege nicht möglich sei nach Lübeck zu kommen.[11] Am 1. Dezember 1456 schreibt er dem Rat von Lübeck, dass er kommen werde, sobald seine Gesundheit es erlaube.[12] Außerdem stellt er im selben Jahr eine Urkunde aus, die bezeugt, unter welchen Bedingungen er die Verwaltung des Schlosses Glambeck auf zwei Jahre übernommen hat.[13]
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## Dokumentation der Recherche
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Ohne Ergebnis gesucht in:
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HR 1,1 - 1,6.
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HR 1,8.
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HR 2,1- 2,6.
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HUB 4 - HUB 9.
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LUB 8.
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LUB 10.
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## Sonstiges
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Die Übernahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff stand ebenso wie der daraus resultierende Schriftverkehr zwischen Stralsund, Greifswald und Lübeck vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen den Herzogtümern Schleswig und Holstein und der skandinavischen Union.[14] Die skandinavischen Königreiche Schweden, Norwegen und Dänemark hatten sich 1397 unter König Erik, bzw. seiner Großtante Margarete, zu einem Unionskönigtum, der _Kalmarer Union_, zusammengeschlossen.[15] Da König Erik in den Folgejahren immer wieder territoriale und machtpolitische Ansprüche auf das Herzogtum Schleswig stellte, schlossen sich auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein zusammen und erklärten Erik 1410 den Krieg.[16] Dieser Krieg, der insgesamt 25 Jahre andauerte, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts auch auf See ausgetragen. Weil sich die kriegerischen Auseinandersetzungen zunehmend negativ auf den Handel auswirkten, bemühten sich die Hansestädte (Lübeck), um eine Beilegung des Konflikts. [17] Die Friedensverhandlungen führten zu einem Waffenstillstand, der immer wieder gebrochen wurde.[18] So fielen beispielsweise am 9. Juli 1420 dänsiche Truppen auf der Insel Fehmarn ein.[19] Dies ist im Kontext der Übernahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff insofern interessant, dass mehrere der namentlich genannten Gewaltakteure aus der Gegend um Fehmarn stammten. Trotz der Invasion von Fehmarn wurden die Friedensverhandlungen auch im Jahr 1421 fortgeführt. Möglicherweise steht der Briefwechsel zwischen Stralsund, Greifswald und Lübeck im Zusammenhang mit diesen Friedensbemühungen. [20]
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## Quellen
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LUB 6, Nr. 366.
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HR 1,7 Nr. 400-402.
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HR 2, 7 Nr.468.
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LUB 7, Nr. 826.
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LUB 9 Nr. 316.
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LUB 9 Nr. 390.
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LUB 9 Nr. 396.
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LUB 11 Nr. 415.
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## Literatur 
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Clarus, Nicolai: [[Bartholomäus Voet]] und die Freibeuter der Hansezeit. Untersuchungen zum Kaperwesen im Nordeuropa des 15. Jahrhunderts, Hamburg 2012.
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## Einzelnachweise
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1.
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Vgl.: LUB 11, Nr. 415.
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2.
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Vgl.: HR 2,7 Nr. 468.
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3.
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Vgl.: LUB 7, Nr. 826.
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4.
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Vgl.: LUB 11, Nr. 415.
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5.
102
103
Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
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6.
106
107
Vgl.: HR 1,7, Nr. 400-402.
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7.
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111
Vgl.: LUB 6, Nr. 366
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8.
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Vgl.: LUB 6, Nr. 366
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9.
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119
Vgl.: HR 2,7 Nr. 468.
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10.
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123
Vgl.: LUB 7, Nr. 826.
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11.
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Vgl.: LUB 9 Nr. 316.
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12.
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131
Vgl.: LUB 9 Nr. 396.
132
133
13.
134
135
Vgl.: LUB 9, Nr. 390.
136
137
14.
138
139
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2012, S. 89.
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15.
142
143
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 54-55.
144
145
16.
146
147
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 60.
148
149
17.
150
151
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S.73.
152
153
18.
154
155
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 72-75.
156
157
19.
158
159
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 74.
160
161
20.
162
163
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S.89.